7.1 Umweltbildung für Nachhaltigkeit: historischer Kontext,aktuelle Situation und Zukunftsperspektiven

 

Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden das Wissen und die Fähigkeiten erwerben, die zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung erforderlich sind, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensstile, Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter, Förderung einer Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgertum und Wertschätzung der kulturellen Vielfalt und des Beitrags der Kultur zur nachhaltigenEntwicklung
Entwicklung. (UN 2015)

 

Umwelterziehung im Sinne der Nachhaltigkeit hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des Sprachenlernens entwickelt und spiegelt das wachsende globale Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Sprache, Kultur und Umwelt wider. Dieser Ansatz erkennt an, dass Sprache nicht nur ein Kommunikationsmittel ist, sondern auch ein Mittel, um die Welt um uns herum zu verstehen und mit ihr zu interagieren. Durch die Integration von Umwelterziehung in den Sprachunterricht können Pädagogen die Lernenden dazu befähigen, informierte und verantwortungsbewusste Weltbürger zu werden, die in der Lage sind, die komplexen Herausforderungen unseres Planeten zu bewältigen.

 

Der historische Kontext der Umwelterziehung lässt sich bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen, als die Besorgnis über die Erschöpfung der Ressourcen und die Umweltverschmutzung aufkam. Frühe Bemühungen konzentrierten sich auf Naturstudien und Naturschutzerziehung und zielten darauf ab, ein Gefühl der Wertschätzung und des Verantwortungsbewusstseins für die natürliche Welt zu vermitteln. In den 1970er und 1980er Jahren gewann die Umwelterziehung mit dem Aufkommen der Umweltbewegung und der Veröffentlichung einflussreicher Berichte wie “Die Grenzen des Wachstums” und dem “Brundtland-Bericht” an Dynamik. In diesen Berichten wurde die dringende Notwendigkeit hervorgehoben, Umweltprobleme anzugehen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

 

 

Die derzeitige Situation der Umwelterziehung im Sinne der Nachhaltigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die Notwendigkeit, Umweltbelange in alle Aspekte der Bildung, einschließlich des Sprachenlernens, zu integrieren, zunehmend anerkannt wird. Dies ist auf die zunehmende Dringlichkeit von Umweltproblemen wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und Umweltverschmutzung sowie auf das wachsende Bewusstsein für die soziale und wirtschaftliche Dimension der Nachhaltigkeit zurückzuführen. Es besteht ein wachsender Konsens darüber, dass Umwelterziehung kein separates Fach sein sollte, sondern vielmehr ein Querschnittsthema, das in alle Aspekte des Lehrplans integriert wird.

 

 

Beim Sprachenlernen kann die Umwelterziehung viele Formen annehmen. Sie kann die Erforschung des Vokabulars und des Diskurses über Umweltfragen, die Analyse der kulturellen und sprachlichen Darstellung der Natur und die Teilnahme an Projekten zur Förderung nachhaltiger Praktiken beinhalten. Sie kann auch eine kritische Reflexion darüber beinhalten, wie die Sprache unser Verständnis der Umwelt und unsere Beziehung zur natürlichen Welt prägen kann. Durch die Integration von Umwelterziehung in den Sprachunterricht können Pädagogen den Lernenden helfen, ein tieferes Verständnis für Umweltfragen zu entwickeln, das kritische Denken zu fördern und ein Verantwortungsgefühl für den Planeten zu entwickeln. Die Zukunftsperspektiven für die Umweltbildung sind vielversprechend, denn die

 

Nachfrage nach Bildungsprogrammen, die die Lernenden auf die komplexen Herausforderungen des 21. Die 2015 verabschiedeten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen bieten einen globalen Rahmen für die Bewältigung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Probleme. Bildung wird als wichtige Triebkraft für das Erreichen der SDGs anerkannt, und Umweltbildung wird als wesentlicher Bestandteil dieser Bemühungen angesehen.

 

Im Zusammenhang mit dem Sprachenlernen könnte die Zukunft der Umwelterziehung darin bestehen, dass der Schwerpunkt stärker auf das Erfahrungslernen gelegt wird, bei dem die Lernenden an praktischen Aktivitäten und Projekten teilnehmen, die sie mit der natürlichen Welt verbinden. Sie kann auch den verstärkten Einsatz von Technologien beinhalten, wie z. B. Virtuelle Exkursionen, Simulationen und Online-Kollaborationstools, um immersives und interaktives Lernen zu ermöglichen.

 

Erfahrungen. Darüber hinaus könnten interdisziplinäre Ansätze, die Umwelterziehung mit anderen Fächern wie Naturwissenschaften, Sozialkunde und Kunst verbinden, stärker in den Vordergrund rücken.

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