Einführung in den Leitfaden für den Sprachunterricht

Was ist dieser Leitfaden?

Dieser Leitfaden, der im Rahmen eines Erasmus+ Projekts entwickelt wurde, ist ein umfassender und angewandter Schulungsvorschlag für Lehrer, Ausbilder, Bildungsstudenten und soziale Akteure, die Migranten Sprachunterricht erteilen. Durch einen kritischen, interkulturellen und transformativen Ansatz werden Theorie, pädagogische Praktiken und konkrete Ressourcen dargelegt, die den Unterricht als eine Übung in Gastfreundschaft, sozialer Gerechtigkeit und Empowerment verstehen.

Es ist in 8 Kapitel mit einer kohärenten pädagogischen Logik gegliedert: Jeder Block kombiniert theoretische Grundlagen, anwendbare Aktivitäten und eine Toolbox mit Ressourcen, die an verschiedene Kontexte angepasst werden können.

Die Stärken des Dokuments

Dieser Leitfaden ist ein umfassendes Instrument, das pädagogische Theorie, praktische Strategien und zugängliche Ressourcen zur Förderung der sozialen Eingliederung durch Sprache kombiniert. Es zeichnet sich aus durch:

1

Sprachunterricht ist mehr als Grammatikunterricht

Der Leitfaden schlägt von Anfang an einen situierten Unterricht vor: Die Ausbildung in Sprache ist auch eine Ausbildung in Staatsbürgerschaft, Rechten und Anerkennung. Er fördert eine Pädagogik der Gastfreundschaft (Derrida), die nicht darauf abzielt, den anderen zu „assimilieren“, sondern seine Andersartigkeit willkommen zu heißen.

2

Verknüpfung mit emanzipatorischen pädagogischen Theorien

Inspiriert von Paulo Freire, Bell Hooks und Boaventura de Sousa Santos schlägt der Leitfaden eine reflektierte und kritische Unterrichtspraxis vor. Lehren bedeutet auch, Machtstrukturen, Stereotypen und Ausgrenzungen zu hinterfragen.

3

Multidimensionalität der Bildung

Der Ansatz ist ganzheitlich: linguistisch, kulturell, emotional, politisch, digital und ökologisch. Jedes Kapitel bietet einen spezifischen Blick darauf, wie man das Sprachenlernen von einer transformativen Dimension aus angehen kann.

4

Menschlicher Ansatz

Schwerpunkt auf kultureller Identität und Resilienz von Migranten

Es ist ideal für Pädagogen, politische Entscheidungsträger und Organisationen, die mit Migranten arbeiten, und bietet einen Rahmen, der sich an eine Vielzahl von Kontexten und Bedürfnissen anpassen lässt.
Empfehlung
des Teams PIPE

Aufbau des Leitfadens

Kapitel 1: Pädagogische Ausbildung

Kapitel 1

Partizipativer, dialogischer und kommunikativer Ansatz für den Sprachunterricht mit Migranten.

  • Schwerpunktthema:
    • Pädagogik der Gastfreundschaft: Förderung des interkulturellen Dialogs, bei dem Migrantenkulturen nicht absorbiert, sondern wertgeschätzt werden.
    • Autonomie des Lernens: Methoden, die es den Schülern ermöglichen, ihren Bildungsprozess selbst zu regulieren.
    • Formative Bewertung: Kontinuierliches und konstruktives Feedback zur Verbesserung der Fortschritte.
  • Beispiel: Rollenspiele, um reale Situationen zu üben, z. B. Vorstellungsgespräche oder Arztbesuche.

“Sprache ist nicht nur ein Kommunikationsinstrument, sondern ein tiefgreifender Ausdruck von Identität, Kultur und Zugehörigkeit.”

Kapitel 2: Materialanalyse

  • Bewertung von Büchern, Apps und Videos unter Gender- und Diversity-Gesichtspunkten, um verzerrte Darstellungen zu erkennen.
  • Schlüssel:
    • Lernerprofil: Berücksichtigen Sie Alter, Muttersprache, Lernkontext und Ziele.
    • Soziolinguistische Vielfalt: Vermeiden Sie Stereotypen und fördern Sie integrative Materialien.
    • Praktische Ansätze: Nutzung von Apps, audiovisuellen Inhalten und von Lehrern erstellten Materialien.
  • Beispiel: Kreuzworträtsel und Karteikarten zur Festigung des Wortschatzes auf grundlegendem Niveau.

Kapitel 2

Kriterien für die Auswahl von Materialien unter kritischen Gesichtspunkten.

“Die Wertschätzung der Vielfalt ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Lernprozess.” 

Kapitel 3: Interkulturelle Erziehung und die Ethik der Rassenmischung

Kapitel 3

Förderung von Respekt und Verständnis zwischen den Kulturen.

Zentrale Themen:

  • Interkulturalität vs. Multikulturalismus: Ethik der Rassenmischung als Dialog zwischen Wissen, nicht als Hierarchie zwischen Kulturen.
  • Interkulturelle Kompetenzen: Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung und Kommunikation in multikulturellen Umgebungen. Mehrsprachiger Unterricht und Respekt für die Muttersprache.
  • Aktivitäten: „Erzählkreise“ zum Austausch von Migrationserfahrungen und Photovoice-Workshops, sprachliche Biographie, kulturelle Karten, persönliche Geschichten.
  • Beispiel: Simulationen von kulturellen Konflikten, um Einfühlungsvermögen und Konfliktlösung zu üben.

“Die Welt verändert sich, wenn sich zwei Menschen ansehen und erkennen.” (Octavio Paz)

Kapitel 4: Sprachliches Empowerment

  • Wichtige Themen:
    • Bedrohungen: Menschenhandel, Arbeitsausbeutung, Rassismus.
    • Rechte: Zugang zu Gesundheit, Bildung, Arbeit und Familienzusammenführung.
    • Resilienz: Persönliche und gemeinschaftliche Ressourcen für die kulturelle Anpassung.
  • Beispiel: Erstellung von sprachlichen Autobiografien oder Lebensgeschichten.

Kapitel 4

Ansprechen von Schwachstellen und Hervorheben von Stärken. Das Klassenzimmer als ein Raum für Stimme, Identität und Veränderung.

“Die demokratische Staatsbürgerschaft kann ein Mechanismus der Inklusion oder Exklusion sein” 

Kapitel 5: Kritische Pädagogik und Gastfreundschaft

kapitel 5

Infragestellung traditioneller Ansätze und Förderung einer emanzipatorischen Pädagogik.

  • Zentrale Themen:
    • Sprachenrechte: Zusammenhang mit den Menschenrechten und internationalen Verpflichtungen.
    • Kritische Pädagogik: Sprachunterricht als Instrument für sozialen Wandel.
    • Dialog des Wissens: Integration von Migrantenwissen in den Lehrplan. Dialogische Konstruktion der Staatsbürgerschaft von Migranten.
  • Beispiel: die Geschichte “Pappkarton“, die es ermöglicht, sich mit Entwurzelung, Migration und der Widerstandsfähigkeit von Kindern zu befassen Integration von Kunst, Musik und Kino als Lernelemente

“Der Unterricht in der Landessprache muss ein bewusster politischer Akt sein” 

Kapitel 6: Gleichberechtigung der Geschlechter

  • Schlüssel:
    • Geschlechtsspezifische Gewalt: Einschließlich physischer, wirtschaftlicher, digitaler (Cybermobbing) und kultureller Formen.
    • Intersektionalität: Wie sich Geschlecht, Ethnie und Migrationsstatus bei Diskriminierung überschneiden.
    • Pädagogische Strategien:
      • Inklusive Sprache im Klassenzimmer.
      • Workshops zu den Rechten von Migrantinnen.
  • Ejemplos:
    • Role-playing para identificar y responder a microagresiones.
    • Reinterpretación de cuentos tradicionales para desmontar estereotipos.

Kapitel 6

Umgang mit geschlechtsspezifischen Ungleichheiten und geschlechtsspezifischer Gewalt in Migrationskontexten.

“Gewalt in den Medien und in den sozialen Medien ist eine Erweiterung der patriarchalischen Unterdrückung” 

Kapitel 7: Nachhaltigkeit: Ökologische Praktiken beim Lernen

Kapitel 7

Integration von Umweltbewusstsein in den Sprachunterricht.

  • Stichwörter:
    • Grüne Pädagogik: Verwendung recycelter oder digitaler Materialien zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.
    • Schlüsselkonzepte: Solastalgie, Symbiose und emotionale Erziehung im Zusammenhang mit der Klimakrise.

Beispiele für Aktivitäten:

Ausflüge in die natürliche Umgebung, um Sprache im Kontext zu lernen. Projekte zum Umweltvokabular (z. B. „nachhaltiger Markt“). Erstellung von visuellen Wörterbüchern mit ökologischen Begriffen.

“Die Umwelterziehung sollte so bereichsübergreifend sein wie die Sprache.” 

Kapitel 8: Digitale Kompetenzen

  • Inklusion durch barrierefreie Technologie: immersive Reader, Live-Untertitel, automatische Übersetzer.
  • Förderung einer kritischen digitalen Bürgerschaft: ethische Nutzung von Netzen, Erkennung von Fake News, Datenschutz.
  • Wichtige Werkzeuge:
    • Schlüsselwerkzeuge: Echtzeit-Übersetzer, Apps für bürokratische Verfahren.
    • Digitale Kompetenz: Vermittlung von Kenntnissen zur Erkennung von Fake News und zum Schutz persönlicher Daten.

Herausforderungen: Ungleicher Zugang zur Technologie und Risiken der Ausgrenzung.

  • Beispiele: Projekt “Digiculture“: Integration von Kultur, Identität und Partizipation im Digitalen.

Kapitel 8

Überwindung der digitalen Kluft und Erleichterung des Zugangs zu Online-Ressourcen.

“IKT sind eine Brücke, aber auch ein Filter für die Integration” 

An wen richtet sie sich?

An wen richtet sie sich?

  • – Sprach- und Bildungslehrer in Migrationskontexten.
  • – Lehramtsstudenten, Pädagogen und Sozialpädagogen.
  • – NGOs, Sozialpädagogen, öffentliche Einrichtungen.
  • – Gemeinschaftsprojekte und Aufnahmeräume.
  • – Institutionen oder Personen, die sich für Inklusion einsetzen.

Methodologien und konkrete Strategien

  • – Gamification und projektbasiertes Lernen.
    – Flipped Classroom und kollaboratives Lernen.
    – Rollenspiele, Drama und Simulationen.
    – Linguistisches Tandem, Story Cubes und kollektives Geschichtenerzählen.
    – Verwendung von realen Materialien: Rezepte, Werbung, Wochenschauen, Lieder usw.
    – Alternative Bewertung: Konzentration auf Prozesse, nicht nur auf Produkte.
    und vieles mehr…
  • – Kostenloses, zugängliches und mehrsprachiges Material.
    – Enthält Strategien zur Berücksichtigung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt.
    – Toolbox: Kompendium internationaler bewährter Verfahren. Und Ressourcen wie EPALE, „Nicht nur Zahlen“, Bildungspakete und pädagogische Koffer zum Thema Migration.
    – Querschnittlicher Ansatz: Förderung der sozialen Eingliederung, der Gleichstellung der Geschlechter, der Nachhaltigkeit und der Verwendung von Sprache als Instrument zur Stärkung der Handlungskompetenz.
    – Vorschläge für persönliche, digitale oder hybride Umgebungen.
    – Sensibel für den aktuellen europäischen Migrationskontext.
    – Empowerment: Werkzeuge für Migranten, um ihre Rechte wahrzunehmen und Chancen zu nutzen.

Zusätzlicher Wert

Vollständiges Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1
1. Pädagogische Ausbildung von Lehrern für den Unterricht in der Landessprache für Migranten.
1.1. Warum die Sprache des Gastlandes lernen?
1.2. Sprachpädagogik.
1.2.1. Entwicklung von Sprachkenntnissen: Strategien zur Verbesserung von Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen in der Fremdsprache. Techniken zur Verbesserung des Redeflusses und der Genauigkeit in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation.
1.2.2. Anwendung von Sprachkenntnissen: Übungen zur Anwendung von Sprachkenntnissen in realen und unterschiedlichen Kontexten. Aktivitäten zur Förderung des Transfers von Fähigkeiten zwischen verschiedenen kommunikativen Situationen.
1.2.3. Teilnahme an einer Vielzahl von kommunikativen Situationen: Strategien zur Einbeziehung der Lernenden in Diskussionen, Präsentationen und Rollenspiele. Ressourcen, um aktuelle und relevante Themen der globalen Gesellschaft zu behandeln..
1.2.4. Die Rolle der Sprache bei der Stärkung der Identität.
1.3. Wie man eine Fremdsprache lehrt und lernt.
1.3.1. Pädagogik der Gastfreundschaft: Umwandlung des Lehr- und Lernprozesses in einen Wissensdialog. Strategie, um die Kulturen der Migranten in der Landessprache unterzubringen und nicht von ihr zu absorbieren. Theoretischer Ansatz für den Unterricht in der Landessprache für Migranten.
1.3.2. Autonomie beim Lernen: Methoden zur Förderung der Selbstregulierung und Planung des eigenen Lernens. Instrumente für die Festlegung von Zielen und die Überwachung der persönlichen Fortschritte.
1.3.3. Sensibilisierung für den Unterricht der Landessprache für Migranten (Abbau von Stereotypen und Vorurteilen gegenüber Migranten, Kenntnis der Kultur der Herkunftsländer der Migranten).
1.3.4. Formative Bewertung: Techniken zur kontinuierlichen und konstruktiven Bewertung der Fortschritte der Lernenden. Strategien für ein effektives Feedback, um eine kontinuierliche Verbesserung zu fördern.
1.3.5. Berufliche Entwicklung von Lehrern: Ressourcen für die Ausbildung von Lehrern in innovativen Methoden und lernerzentrierten pädagogischen Ansätzen. Austausch von bewährten Verfahren und Erfahrungen unter Kollegen zur Bereicherung des Sprachunterrichts.
1.4. Werkzeugkasten.
2. Analyse des Lehrmaterials für das Sprachenlernen.
2.1. Die Beziehung zwischen dem Unterrichtskontext und der Auswahl der Lernmaterialien: der Standpunkt des Lehrers.
2.2. Festlegung von Kriterien für die Analyse und Bewertung.
2.2.1. Profil der Lernenden (Alter, Muttersprache, Lernkontext).
2.2.2. Soziolinguistische Vielfalt.
2.2.3. Didaktische Kapazität des Unterrichts.
2.2.4. nformationen über die Struktur der Einheiten.
2.2.5. Abfolge der Aktivitäten.
2.2.6. Hinweise auf die verwendeten Lehrmethoden.
2.2.7. Kulturelle Darstellung und Vorhandensein von Stereotypen..
2.3. Merkmale des didaktischen Materials (frei zugänglich, mehrstufig, Smartphone, einfach, offline verfügbar).
2.3.1. Lexikalischer Ansatz.
2.3.2. Thematischer Ansatz.
2.3.3. Schwerpunkt auf der gesprochenen Sprache.
2.3.4. Kulturzentrierter Ansatz.
2.4. Typologie der Materialien für das Lehren und Lernen der Landessprache für Migranten.
2.4.1. Lehrbücher (Merkmale, vergleichender Inhalt und Methodik).
2.4.2. Online-Sprachkurse.
2.4.3. Apps.
2.4.4. Audiovisuelle Inhalte.
2.4.5. Selbst erstellte Materialien.
2.5. Werkzeugkasten.
3. Interkulturelle Erziehung und die Ethik der Rassenmischung.
3.1. Die Beziehung zwischen dem Unterrichtskontext und der Auswahl der Unterrichtsmaterialien: der Standpunkt des Lehrers.
3.2. Interkulturelle Erziehung.
3.2.1. Interkulturalität im Sprachunterricht.
3.2.2. Aktivitäten und Ressourcen zur Förderung des Verständnisses und des Respekts für andere Kulturen
3.2.3. Praktiken zur Bereicherung der interkulturellen Erfahrung innerhalb und außerhalb des Klassenzimmers.
3.2.4. Zweisprachiger oder mehrsprachiger Ansatz in der Ausbildung.
3.2.4.1. Vorteile und Potenziale zweisprachiger und mehrsprachiger Ansätze in der Bildung.
3.2.4.2. Implementierung eines zwei- oder mehrsprachigen Ansatzes in der Ausbildung.
3.3. Interkulturelle Kompetenzen.
3.3.1. Interkulturelle Kommunikation.
3.3.1.1. Die Bedeutung der interkulturellen kommunikativen Kompetenz.
3.3.1.2. Schlüsselkomponenten der interkulturellen kommunikativen Kompetenz.
3.3.1.3. Strategien für eine effektive interkulturelle Kommunikation.
3.3.2.Strategien zur Konfliktbewältigung und effektiven Kommunikation in multikulturellen Umgebungen.
3.3.2.1. Das Wesen von Konflikten in multikulturellen Gesellschaften verstehen.
3.3.2.2. Strategien für den Umgang mit Konflikten in multikulturellen Umgebungen..
3.3.2.3. Strategien für eine effektive Kommunikation in multikulturellen Umgebungen
3.3.3. Aktivitäten zur Förderung von Empathie und Sensibilität für unterschiedliche kulturelle Perspektiven
3.4. Werkzeugkasten.
4. Befähigung von Migranten durch Sprachen.
4.1. Das Konzept der Migranten in gefährdeten Situationen.
4.1.1. Gefährdungssituationen im Zusammenhang mit den Gründen für das Verlassen des Herkunftslandes.
4.1.2. Gefährdungssituationen im Zusammenhang mit den Situationen, die Migranten während ihrer Reise und an ihrem Zielort erleben.
4.1.3. Gefährdungssituationen im Zusammenhang mit der Identität, dem Status oder den Umständen einer Person.
4.2. Einführung in die Bedrohungen für Migranten.
4.2.1. Menschenhandel.
4.2.2. Schleusung von Menschen.
4.2.3. Ausbeutung der Arbeitskraft.
4.2.4. Rassismus.
4.2.5. Betrug.
4.2.6. Geschlechtsspezifische Gewalt
4.2.7. Hassreden (Hassreden gegen Migranten in sozialen Netzwerken).
4.2.8. Das Grooming für kriminelle Handlungen.
4.2.9. Rekrutierung für fundamentalistische Bewegungen.
4.3. Rechte, die die Integrität von Migranten garantieren.
4.3.1. Die demokratische Staatsbürgerschaft als Mechanismus für die Einbeziehung oder den Ausschluss von Migranten.
4.3.2. Die Anwendung der Richtlinie über den vorübergehenden Schutz von Vertriebenen im Falle eines Massenzustroms als Instrument zur unmittelbaren Anerkennung der Rechte von Vertriebenen..
4.3.3. Das Recht auf Gesundheit für alle: Gesundheitserziehung und das Funktionieren der öffentlichen Gesundheitssysteme.
4.3.4. Das Recht auf Bildung: die nationalen Bildungssysteme und der Europäische Hochschulraum.
4.3.5. Das Recht auf Arbeit. Die Frage der Eingliederung von Migranten in den Arbeitsmarkt (Migrantinnen und Pflegearbeit).
4.3.6. Das Recht auf Familienzusammenführung.
4.3.7. EDie Ausübung des Versammlungs-, Demonstrations- und Vereinigungsrechts durch Migranten (Die Bedeutung des Vereinigungsrechts für die Integration von Migranten).
4.4. Hervorhebung der Stärken von Migranten
4.4.1. Resilienz bei Migranten (persönliche und familiäre Ressourcen, kulturelle Anpassung, Unterstützung durch die Gemeinschaft, positive Einstellungen, Fähigkeiten und Talente).
4.4.2. Rechtliche Definitionen und Grenzen: Wirtschaftsmigranten, Flüchtlinge, rechtliche Kriterien.
4.4.3. Herausforderungen und Chancen: Zunehmende Migration, Integration, Koordinierung der Bemühungen, Interkulturalität, Verjüngung der Bevölkerung, Ethos der Rassenmischung.
4.4.4. Formative Bewertung: Techniken zur kontinuierlichen und konstruktiven Bewertung der Fortschritte der Lernenden. Strategien für ein effektives Feedback, um eine kontinuierliche Verbesserung zu fördern.
4.4.5. Berufliche Entwicklung von Lehrern: Ressourcen für die berufsbegleitende Ausbildung von Lehrern in innovativen Methoden und lernerzentrierten pädagogischen Ansätzen. Austausch von bewährten Verfahren und Erfahrungen unter Kollegen, um den Sprachunterricht zu bereichern.
4.5. Werkzeugkasten.
5. Kritische Reflexion über den Sprachunterricht für Migranten.
5.1. Sprachunterricht unter dem Gesichtspunkt einer Pädagogik der Gastfreundschaft. Die dialogische Konstruktion der Staatsbürgerschaft von Migranten.
5.2. Sprachliche Rechte und Menschenrechte. Internationale Verpflichtungen zu den Bildungsrechten von (erwachsenen) Flüchtlingen und Migranten.
5.3. Von der Pädagogik der Gastfreundschaft zu einem kritischen Unterricht in der Landessprache: Auf dem Weg zu einer neuen bewussten und emanzipatorischen Didaxis.
5.4. Werkzeugkasten.
6. Geschlechtergleichstellung im Sprachunterricht für Migranten.
6.1 Geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung: konzeptioneller Rahmen und terminologische Fragen.
6.1.1. Gewalt (physische, psychische, emotionale, wirtschaftliche, kulturelle, religiöse, häusliche, mediale und Cyberspace-Gewalt).
6.1.1.1. Sexuelle Gewalt (sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, korrigierende Vergewaltigung, Vergewaltigungskultur).
6.1.1.2. Soziale Netzwerke: ein Raum für Gewalt (Sexting ohne Zustimmung, Sextortion, Cyber-Bullying, Happy Slapping, Grooming, unfreiwillige Exposition gegenüber gewalttätigem sexuellem Material, Sharenting oder Überbelichtung von Minderjährigen im Internet).
6.2. Die Herausforderung, von der Grenze aus zu denken oder eine gemeinsame Welt neu zu erfinden. Bewegungen für Gleichheit in den Kartografien der Ungleichheit.
6.2.1. Die Grenzkörper. Migrationen und Geschlecht.
6.2.2. Ziviler Widerstand und pädagogisch-politisches Handeln. Denken und Handeln an der Grenze.
6.3. Geschlechtergerechtigkeit im Sprachunterricht: Sensibilisierung und Intervention gegen geschlechtsspezifische Gewalt im Bereich des Sprachunterrichts.
6.4 Werkzeugkasten.
7. Nachhaltigkeit: Ökologische Praktiken für das Sprachenlernen.
7.1. Umweltbildung für Nachhaltigkeit: historischer Kontext, aktuelle Situation und Zukunftsperspektiven.
7.2. Emotionale Kompetenzen mit nachhaltiger Kultur: Anthropozän vs. Symbiozän und Solastalgie beim Sprachenlernen.
7.3. Grüne Pädagogik.
7.3.1. Umweltorientierte Materialien und Ressourcen für das Sprachenlernen.
7.3.2. Berufliche Entwicklung von Lehrern für Spanisch für Migranten.
7.3.3. Umwelterziehung in Aktion.
7.3.4. Wie man im Unterricht nachhaltiger sein kann.
7.4. Werkzeugkasten.
8.Digitale Kompetenzen zur Verbesserung von Integration und Bildung.
8.1. Digitale Werkzeuge zur Verbesserung von Inklusion und Bildung.
8.1.1. Immersiver Reader.
8.1.2. Überprüfung der Zugänglichkeit.
8.1.3. Mathematischer Assistent
8.1.4. Live-Untertitelung und Echtzeit-Übersetzung
8.2. Digitale Fertigkeiten
8.2.1. Einführung in die neuen Informationstechnologien
8.2.2. Elektronische Websites öffentlicher Einrichtungen
8.2.3. Ethik und verantwortungsvolle Nutzung sozialer Netzwerke (Datenschutz und Recht auf Privatsphäre).
8.2.4. Das Erkennen von Fake News im Internet.
8.2.5. IKT und Sprachunterricht für Migranten.
8.3. Digitale Kompetenz.
8.3.1. Einführung in die audiovisuelle Sprache, Büroautomatisierung und soziale Netzwerke.
8.3.2. Digitale Fähigkeiten für Migranten (Einrichtung eines E-Mail-Kontos, Surfen im Internet, Online-Bewerbung, Online-Rechnungsmanagement, Terminplanung, Zugang zu Schulwebsites und Sprachlernressourcen).
8.3.3. Räume für sozio-politische und wirtschaftliche Teilhabe. Soziale Netzwerke.
8.3.4. Digitale Kultur.
8.4. Werkzeugkasten.

Dieser Leitfaden ist mehr als ein Lehrbuch:

ist ein ethischer, politischer und pädagogischer Vorschlag, das Klassenzimmer als einen Raum der Transformation und der sozialen Gerechtigkeit neu zu denken.

Es ist so konzipiert, dass es nützlich, anpassungsfähig und

zutiefst menschlich.